Das Life-Hacker Blog hat auch beim Blogwichteln mitgemacht. Und während mein eigener Beitrag als Wichtel mittlerweile auf dem Fisch-Blog veröffentlicht wurde, kam auch der anonyme Beitrag eines Wichtels zu uns. Hiermit möchte ich diesen auch veröffentlichen:
Adventliche Lästerzungen
In völligem
Leichtsinn hatte ich mich hingegeben, einen Wichteltext zu spenden.
Eigentlich bieten sich zu Advent und in der Vorweihnachtszeit da vieles
an. Ich könnte einen Text nochmal neu auflegen, den ich bereits letztes
Jahr gespendet habe. Darin hatte ich wild von der allerersten Boyband
schwadroniert, die mit ihrem Akkustikmüll die deutschen Fußgängerzonen
zujodelt. Sie ahnen es: Es sind diese peruecuadorianischen Inkas, die
mit ihren Ponchos dastehen und auf der Panflöte "El condor pasa" zum
Besten geben. Bis heute bin ich der festen Überzeugung, dass die Jungs
allesamt geklont sind und es in Wahrheit nur eine einzige Band ist, die
seit 50 Jahren auf Dauerwelttournee durch Deutschland ist.
Mindestens
genauso fürchterlich fand ich seinerzeit diese missratenen
halbwüchsigen Mädels, die mit Blockflöte dastehen und "Leise rieselt
der Schnee" spielen. Mal abgesehen davon, dass sie dabei ihren Schädel
bewegen wie ein Wackeldackel bei Tempo 30 und das Lied angesichts
ausbleibenden Schnees eine schlechte Parodie der Klimakatastrophe ist,
muss man sich wirklich fragen: Was haben die nur für Eltern?
Zumindest
das hab ich nun raus. Es sind Eltern a la Mutterkreuzministerin Uschi.
Jawoll. Definitiv. Bigotte Selbstverwirklicher, die allen und jeden
erzählen wollen, wie die Welt tickt und dabei die eigenen Gören
vernachlässigen. Und am Ende stehen diese Gestalten dann in der
Fußgängerzone.
Man
könnte auch mal schlecht über Weihnachtsmärkte reden. Nein, nicht wegen
der Vermarktung im doppelten Sinne und auch nicht über
Kommerzialisierung. Vielleicht würde sogar Jesus so eine beschichtete
Bratpfanne kaufen. Aber vielleicht sollte man mal über dieses Gebräu
reden, das sie einem unter dem Namen "Glühwein" verkaufen. Mal ehrlich:
Wieviele Nelken und sonstiges Geschwürgewürz braucht es eigentlich, bis
der Geschmack des mazedonischen Würgers einigermaßen neutralisiert ist
und was hat die Plörre eigentlich noch mit Wein zu tun?
So
könnte man nun allerlei Gestänk erzeugen, aber weil jetzt alles
besinnlich sein soll, darf man denn das auch mal sein. Außerdem: Was
wäre das denn für ein Wichtelbeitrag, der auch noch mit Verbalkeilerei
endete? Deshalb gibts dieses Mal auch keinen Text sondern eine
Kritzlei. In diesem Sinne...
Vielen Dank an den anonymen Wichtel Spender!